FC Ismaning erlöst die Fans erst in der Schlussminute

FC Ismaning erlöst die Fans erst in der Schlussminute

3:0 über Tabellendritten Wasserburg

Der letzte Eindruck zählt und der ist richtig gut. In den finalen 180 Minuten der ersten Bayernliga-Saisonhälfte hat der FC Ismaning noch einmal einiges geradegerückt.

Nach mageren Wochen wurde erst 2:1 tatsächlich und gefühlt 3:0 gewonnen. Nun gegen den TSV Wasserburg gab es wieder ein gefühltes 3:0, das auch mit 3:0 (1:0) Toren in die Statistik eingeht.

Das Ismaninger Spiel auf dem Kunstrasen des Sportparks hatte lange Zeit erschreckend viele Parallelen mit den letzten Heimspielen im Stadion. In der ersten Halbzeit spielte eigentlich nur Ismaning gegen den Tabellendritten, der so ziemlich alles vermissen ließ. Für das einzige Tor der 45 Minuten Powerplay brauchte es dann noch ein stückweit Hilfe des Torwarts. Eine lange Flanke von Maximilian Siebald wurde in der 9. Minute zum Heber Richtung Tor und der Keeper kam mit den Fingerspitzen nicht mehr genug an die Kugel.

In der Folgezeit hatten die Ismaninger dann mehrere gute Tormöglichkeiten und hätten zur Pause mindestens 2:0, eher 3:0 führen müssen. Einmal lief Peter Schädler ganz alleine auf den Torwart zu, aber dieser konnte seinen zu mittigen Schuss abwehren. Als Bastian Fischer freistehend abzog war der Keeper bereits geschlagen, aber der Innenpfosten bewahrte die erschreckend schwachen Gäste vor dem zweiten Gegentor.

Nach dem Seitenwechsel kam dann noch eine Dreifachchance, bei der am Ende Daniel Weber den Ball knapp am Tor vorbei bugsierte. Spätestens jetzt drohte das Spiel so zu verlaufen, wie die jüngsten beiden Heimspiele gegen Hankofen (2:2) und Pullach (2:3). Da verpasste Ismaning bei einer Führung die Vorentscheidung trotz haushoher Überlegenheit und wurde am Ende böse bestraft.

Dieses Szenario im letzten Heimspiel des Jahres war durchaus auch denkbar, denn 20 Minuten vor dem Ende stand es noch 1:0 und dann begannen die Gäste, den Druck zu erhöhen. Zwei Schüsse aus der Distanz verfehlten das Ziel nur knapp. Diesmal blieb den Ismaningern die böse Wende erspart.

Erst in den Schlussminuten wurden die Fans erlöst, als der FCI eher zum Zeitgewinn nach vorne marschierte. Da traf Suhal Moradi im 20. Bayernligaspiel seiner Karriere erstmals ins Tor und einen Konter später packte Angelo Hauk einen ganz feinen Heber aus, nachdem er den Torwart überlaufen hatte. Die Entscheidung fiel spät, aber sie war überfällig. Und mit sechs Punkten aus den jüngsten beiden Spielen sieht alles etwas besser aus für Ismaning, das nun auf Rang zehn überwintern darf. 

FCI: Di Salvo (57. Fritz) – Kubina, Neuber, Ehret, Redl – Mori, Lopes (46. Weber), Siebald, Fischer – Hauk, Schädler.